Ayurveda Tipps

Gesund und froh durch den Herbst

Gesund und froh durch den Herbst

 

Der Herbst gilt im Ayurveda als Vata Zeit, vor allem wenn der Wind bläst und das Wetter trocken bleibt. Erhöhtes Vata zeigt sich gerne in einer gewissen Unrast.

 

Naßkaltes Wetter jedoch erhöht vor allem Kaphadosha, welches sich in einer gewissen Schwere und Trägheit zeigen kann – es kostet uns deutlich mehr Überwindungskraft, aktiv zu werden und z.B. Sport zu treiben.

 

Da sowohl Vata als auch Kapha Dosha kalt sind, gilt es hier in erster Linie Wärme zuzuführen. Wir verbringen wieder mehr Zeit zuhause und ziehen uns auch mehr nach innen zurück.

 

In der Übergangszeit ist der Körper anfälliger für Erkältungen, hier gilt es die Abwehrkräfte zu stärken. Kleine Reinigungsrituale lassen sich auch in einen geschäftigen Alltag einbauen und erweisen sich als hilfreich für den Übergang in die kalte & dunkle Jahreszeit.

 

 

Hier einige Empfehlungen für einen frohen Herbst:

 

 

  • Ernährungsempfehlungen witterungsabhängig für Vata (trocken) oder Kapha (feucht
  • Warme Getränke: heißes Ayurveda-Wasser und vor Allem Ingwertee wärmt uns von innen und tut beiden Doshas gut. Vatas sollten hier jedoch auf genügend Abstand zum Bettgehen achten, da ein Zuviel an Ingwer am Abend das Einschlafen weiter verzögern könnte.·        
  • Warmes Frühstück: Porrige oder Brei tut uns im Herbst besonders gut.
  • Milchproduktekühle kühlen und sind deshalb mit Vorsicht zu genießen. Auch eine evtl. verschleimende Wirkung kann sich vor allem für Kaphas als ungünstig erweisen.
  • Wer zu Verschleimungen neigt, wird die reinigende Kappalabhati Atmung zu schätzen wissen.
  • Vor allem Kaphas profitieren von einigen Tagen Fasten, begleitet von entgiftenden Honigmassagen während für Vatas besonders warme Ölmassagen empfohlen werden.
  • Beide freuen sich, über Wärmeanwendungen wie Sauna oder Dampfbad.
  • Ein guter Zeitpunkt, die Meditationspraxis wieder aufzunehmen oder zu intensivieren.
  • Erntedank erinnert uns, der Gaben der Natur bewusst zu werden und die innere Kraft der Dankbarkeit zu zelebrieren, z.B. in einem Dankbarkeitstagebuch oder anderen kleinen Ritualen der Wertschätzung.

 

Sommer - Pittazeit

Typischerweise beginnt die Pitta-Zeit im Juni und dauert bis September, entscheidet jedoch nicht der Kalender, den Ausschlag gibt das aktuelle Klima.

 

 

Im Sommer, wenn es schön heiß ist, die Sonne scheint, steigt bei Vielen von uns auch die Laune, wir streben nach draußen, genießen die Wärme, das Licht und beginnen auch innerlich zu strahlen. Die Sonne motiviert uns, so dass es uns gleich leichter fällt, Pläne umzusetzen und längst fällige Arbeiten  zielstrebig zu erledigen. Was wir uns jetzt vornehmen, beginnen wir ohne Verzögerung,  packen kräftig an und beenden die Sache. Auch von Hindernissen auf unserem Weg lassen wir uns nicht entmutigen, wir suchen und finden eine Lösung. Lassen sich Schwierigkeiten in der Umsetzung nicht schnell und effektiv beseitigen, so können vor allem Menschen mit konstitutionell hohem Pittaanteil zu Ungeduld oder sogar zu Zorn neigen, aufbrausen und ihren überschießenden Emotionen laut Ausdruck verschaffen. Ihr scharfer Verstand weiß, dass dies nicht gut ist, die aufsteigende Wut lässt sich jedoch nicht so leicht leicht beschwichtigen. Auch Ehrgeiz lässt Pitta Dosha nach oben schnellen.

 

 

Dies entspricht den Eigenschaften, welche dem Pitta Dosha zugeordnet werden: hell, strahlend, begeisternd, heiß, scharf,  intensiv, aber auch zornig, aufbrausend, laut

 

 

Hier einige Empfehlungen eine unbeschwerte Pittazeit:

 

 

  An sehr heißen Tagen sinkt die Verdauungskraft und der Hunger nimmt ab, deshalb keine schwere, ölige Kost (gebraten, frittiert). Leichte Kost hilft dem Körper mit der Hitze besser fertig zu werden, insgesamt braucht der Körper weniger Nahrung, dafür mehr trinken, Alkohol dabei möglichst meiden

 

 

  Der Rohkost Anteil darf im Sommer steigen, vor allem für Menschen mit guter Verdauung: Salate vor allem Mittags, jedoch immer vor der gegarten Nahrung

 

 

  Auch wenn das Verlangen nach Kühlem vorherrscht, möglichst nichts direkt aus dem Kühlschrank essen oder trinken, besser ist Zimmertemperatur oder lauwarm

 

 

  Milchprodukte in kleinen Mengen: Ghee, Milch, Frischkäse ist besser als Hartkäse, nicht zu viel Joghurt (da sauer)

 

 

  Besonders geeignet  sind Kokosprodukte (Kokoswasser, Kokosmilch, Kokosöl…)

 

 

  Milde Gemüsesorten vor allem grüne Sorten wie Blattgemüse, Ruccola, Gurken, Brokkoli, Paprika, Erbsen, Zucchini …

 

 

  Milde und kühlende Gewürze: Fenchel, Koriander, frische Gartenkräuter, Petersilie, Kurkuma, Safran,...

 

 

  Geschmack: weniger  scharf, sauer und salzig, dafür darf auch was Süßes auf den Teller, z.B. Datteln, alle natürlichen Süßungsmittel außer Honig (welcher erhitzend wirkt), auch bitter und herb kühlen

 

 

  Besänftigende und beruhigende Yogaübungen, langsames Üben mit reichlich Zwischenentspannung und Nachspürphasen, Sithali (kühlende Atmung), Yoga Nidra, Meditation

 

Frühling - Kaphazeit

Frühling - Kaphazeit

 

Wenn es im Frühling regnerisch, kühl und nass ist - das ist die Kaphazeit!

 

Dieses Jahr ist der Frühling sehr regenarm und wir freuen uns über das kostbare Nass, den dringend nötigen Regen. An diesen kühleren Regentagen wirkt Kapha. Vielleicht hat uns jetzt die Frühjahrsmüdigkeit noch deutlich im Griff, so dass uns die Bettdecke doppelt so schwer erscheint.

 

 

Genau dies sind die Eigenschaften, welche dem Kapha Dosha zugeordnet werden: langsam, schwer, gemütlich, tendenziell etwas träge, aber auch wachsend, gedeihend, zunehmend.

 

Auch im menschlichen Körper steigt Kapha im Frühling an. Dies zeigt sich in laufenden Nasen, verstopften Nebenhöhlen, alles verschleimt. Die Bikinifigur erscheint in weiter Ferne und jeder kleinste Bissen schlägt sofort an. Es fällt uns schwer aufzustehen, uns zu Yoga oder Sport aufzuraffen und uns zu neuen Taten zu motivieren. Besonders Menschen mit konstitutionell hohem Kapha leiden oft darunter.

 

Um einem übermäßigen Ansteigen von Kapha entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, das Verdauungsfeuer zu unterstützen und vermehrt erhitzende, Geist und Körper anregende Nahrung mit wärmenden Gewürzen zu sich zu nehmen.

 

Hier einige Empfehlungen für eine frohe Frühlingszeit:

  • Warme Getränke: heißes Ayurveda-Wasser, Ingwertee, anregende Teesorten wie Grüntee, Yogitee
  • Auchh im Frühling gut, was Warmes zum  Frühstück: Porrige oder Brei
  • Milchprodukte: sind im Frühling noch nicht empfehlenswert, da sie einer Verschleimung Vorschub leisten
  • Gemüsesorten wie Spargel entwässern, auch bittere, herbe oder scharfe Sorten wie grüne Blattgemüse, frische Kräuter, Artischocken, Kresse und Radieschen(-sprossen) sind empfehlenswert
  • Wärmende Gewürze: Ingwer, Kreuzkümmel, Kurkuma, Pfeffer, Ajwain
  • Geschmack: weniger süß, vor allem für Kapha-Typen nur in kleinen Mengen und möglichst alle Süßungsmittel außer Honig meiden, auch salzig und sauer reduzieren, dafür mehr  scharf, bitter und herb
  • Wie wär’s mit einer kleinen Fastenkur ? Es gibt auch sanfte Formen, wie Saftfasten, Basenfasten.
  • Zum Entgiften und Entschlacken hilft auch eine Honigmassage (z.B. im SVN München e.V. bei Sabine Kellerhals)

 

 

Winterzeit - Vatazeit

 

 

Winterzeit - Vatazeit

 

 

Im Winter, vor allem wenn der Winter kalt und trocken ist, herrscht nach der Lehre des Ayurveda Vata Dosha vor. Bläst ein rauer Wind, so kommt uns die Temperatur noch kälter vor und ein Aufenthalt draußen ist mit Bewegung verbunden, um nicht auszukühlen.

 

Genau dies sind die Eigenschaften, welche dem Vata Dosha zugeordnet werden: kalt, rau, leicht, beweglich, schnell.

 

Auch im menschlichen Körper steigt Vata im Winter an. Dies zeigt sich in kalten Händen und Füßen, in trockener, rauer Haut und evtl. auch in Verdauungsproblemen, Unruhezuständen oder Schlafstörungen. Besonders Menschen mit konstitutionell hohem Vata leiden oft darunter.

 

Um einem übermäßigen Ansteigen von Vata entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, das Verdauungsfeuer zu unterstützen und vermehrt warme, ölige, gekochte, flüssige oder breiige Nahrung mit wärmenden Gewürzen zu sich zu nehmen.

 

Hier einige Empfehlungen für eine frohe Winterzeit:

 

  • Warme Getränke: heißes Ayurveda-Wasser, Ingwertee, beruhigende Kräutertees wie Baldrian, Hopfen, Melisse
  • Warmes Frühstück: Porrige oder Brei
  • Milchprodukte: sind im Winter nicht empfehlenswert, da sie kühlend wirken
  • Hülsenfrüchte: sind gut, für Vatatypen jedoch besser nur Mungbohnen, da sie besser verträglich sind.
  • Nährende Gemüsesorten wie Kartoffeln, Karotten, Rote Beete, Süßkartoffeln gedünstet oder gekocht, Vorsicht bei Kohl
  • Obst nicht in Verbindung mit anderer Kost, besonders nicht als Nachspeise, sondern stets getrennt davon, insgesamt weniger Rohkost im Winter. Gedünsteter Apfel mit Zimt z.B. als Frühstück eignet sich gut
  • Wärmende Gewürze: Ingwer, Kreuzkümmel, Kurkuma, Kümmel, Ajwain
  • Geschmack: mehr süß in Form von natürlicher Süße, sauer und salzig, weniger bitter und herb, auch scharfer Geschmack sollte nicht übertrieben werden, da er zwar innerlich wärmt, aber zu anregend wirkt.

 

Ayurveda im Homeservice

Yogatherapie im Homesevice

Terminvereinbarungen sind telefonisch (bitte auf AB sprechen), per Mail oder über das Kontaktformular möglich.